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Streich- und Zupfinstrumente der Familie Hoffmann

Das umfangreiche Werk der Familie Hoffmann in Leipzig zählt vermutlich zu den bedeutendsten Zeugnissen des Streich- und Zupfinstrumentenbaus in Deutschland um 1700 bzw. in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Vergleichbares entstand nur in den Werkstätten von Jacob Stainer (Absam/Tirol) und Joachim Tielke (Hamburg). Dieser hervorragende Platz im deutschen Instrumentenbau soll durch Fotos, detaillierte Dokumentation, Analysen und systematische Beschreibungen der erhalten Originalinstrumente aus der Hoffmann-Werkstatt belegt werden.

Von Martin und Johann Christian Hoffmann sind nach heutiger Kenntnis über 50 Instrumente, Geigen, Gamben und Lauten bzw. Theorben und auch ein violoncello piccolo erhalten. Sie befinden sich überwiegend im Besitz öffentlicher Sammlungen und Museen vor allem in Deutschland, aber auch in Europa und Übersee. Die meisten Hoffmann- Instrumente aller Gattungen beherbergt das Museum für  Musikinstrumente der Universität Leipzig. Hinzu kommen Instrumente aus Privat- und Kirchenbesitz, so dass allein in Leipzig 12 Instrumente der Hoffmannwerkstatt existieren. Vier Instrumente befinden sich im Germanischen Nationalmuseum (zwei weitere in Nürnberger Privatbesitz), fünf im Musikinstrumentenmuseum in Berlin.

Durch die enge Beziehung zu Johann Sebastian Bach sind über die reine Erfassung der Instrumente hinaus auch weiterreichende Erkenntnisse über die Verwendung der Hoffmannschen Instrumente im Kirchenmusikleben der Stadt Leipzig zu erwarten. Weiterhin besteht ein enges Beziehungsgeflecht zur Dresdner Hofmusik.

Der drei Generationen überspannende Instrumentenbau der Familie Hoffmann steht an der Schnittstelle einschneidender musikalischen Neuerungen, was in der Neuentwicklung der viola pomposa und einer reichen Umbautätigkeit v.a. Johann Christian Hoffmanns zum Ausdruck kommt.

Das Forschungsvorhaben wird maßgeblich vom Institut für Musikinstrumentenforschung "Georg Kinsky" e.V. sowie von der Ständigen Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik unterstützt.

Ein Kooperationsprojekt der Universität Leipzig, des Instituts für Musikinstrumentenforschung "Georg Kinsky" e.V. und des Germanischen Nationalmuseums

Projektleiter: Veit Heller  und Klaus Martius

Laufzeit: 2008 -2012

 
 
 

Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig | Tel: 0341/97 30 750 | Fax: 0341/97 30 759 | musik.museum@uni-leipzig.de