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Gitarre

Gitarrezoom
Rosettezoom

Pietro Railich zugeschrieben
Venedig, um 1650
Ebenholz, Intarsien aus Perlmutt und Elfenbein

Inv.-Nr. 536

Ein Meisterstück kunsthandwerklicher Arbeit und zugleich eines der ansehnlichsten Instrumente des Museums überhaupt ist die auffallend prächtig ausgestattete Gitarre, die nach neuesten Forschungen dem Venezianer Pietro Railich zugeschrieben wird. Das Instrument war ursprünglich eine Wölbgitarre, die mit großem Aufwand und unter Beibehaltung der Originalteile in den 1760er Jahren zu einer Gitarre mit flachem Boden umgebaut wurde.

Das aus Ebenholz gefertigte Korpus versah der Erbauer überreich mit Intarsienarbeiten aus Perlmutt und Elfenbein. Auch das Wirbel- und Griffbrett sowie die Einfassung der äußerst kunstvollen Rosette erhielten Einlagen aus diesen teuren Materialien. Derartige Prunkstücke waren meist Auftragswerke, sie entstanden auf die Bestellung wohlhabender Interessenten hin. Vor allem in Spanien, Italien und Frankreich spielte man während des 16. bis 18. Jahrhunderts gern auf der Gitarre und nutzte sie zur Begleitung des Gesanges und zu solistischem Vortrag.

 
 
 
 

Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig | Tel: 0341/97 30 750 | Fax: 0341/97 30 759 | musik.museum@uni-leipzig.de