Das Museum

Zister

Zisterzoom

vermutlich BresciaWirbelkasten
2. Hälfte 16. Jh.
Inv.-Nr. 613

Zistern sind Zupfinstrumente, die man in vielen Regionen Europas kannte und schätzte. Auch Johann Sebastian Bachs Vorfahre Veit hat sie verwendet. In der Bachschen Genealogie steht geschrieben: "Er hat sein meistes Vergnügen an einem Cythringen gehabt, welches er auch mit in die Mühle genommen, und unter währendem Mahlen darauf gespielet. Es muß doch hübsch zusammen geklungen haben!". Häufig spielte man Zistern auch während der Renaissance, zur Entstehungszeit des abgebildeten Instrumentes. Einige Merkmale verweisen hier aber noch deutlich auf den mittelalterlichen Instrumentenbau: Korpus und Hals bestehen aus einem einzigen Stück Holz, und auch das Wirbelbrett findet man in dieser Form eher an früher gebauten Zupfinstrumenten. Es läuft in einen geschwungenen Vogelkopf aus.

Die Ausführung mit 6 Doppelsaiten ist ungewöhnlich, normalerweise wurden Zistern mit 4 Doppelsaiten ausgestattet.