Das Museum

... da hörte ich MEINEN Tannhäuser auf dem LEIERKASTEN

CDs

Preis: 15,00 EUR
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Richard Wagners Musik auf selbstspielenden Instrumenten. Die CD entstand in Kooperation mit querstand – dem Klassiklabel der Verlagsgruppe Kamprad.

„Unter Cornelius’ Fenstern hörte ich zum ersten Male den Tannhäusermarsch auf einem Leierkasten“ (Brief Richard Wagners an Mathilde Maier, 20. November 1862)

Das war selbst für den weit gereisten Richard Wagner ein kurioses Erlebnis. Er schaute in Wien aus dem Fenster und hörte seine eigene Komposition auf der Drehorgel. Wie reagierte er? Mit Stolz: „Meine hiesige Popularität ist rührend; der gemeinste Wiener ist eben passioniert für Theater und Musik.“

Auf der CD erklingt eben dieser „Tannhäusermarsch“ auf einer modernen Drehorgel von Axel Stüber, Berlin, in zwei Versionen. Weitere beliebte Melodien aus Wagners Opern sind auf originalen Lochplatten-Geräten der Leipziger Sammlung zu hören.

Außerdem: Wagners Werke auf Klavierautomaten: Hupfeld trifft Blüthner

Als gegen Ende des 19. Jh. das amerikanische Pianola mit pneumatischer Tonsteuerung und einer bis zu 15 Minuten lang spielenden gelochten Papierrolle den Markt eroberte, fühlten sich auch mehrere deutsche Klavierbauer herausgefordert. Ludwig Hupfeld präsentierte 1901 die ähnlich funktionierende Phonola, eine Erfindung des Leipziger Instrumentenbauers Robert Frömsdorf.

Bei einem Vorsetzer der Marke Phonola ist das Abspielen einer Notenrolle mit Übung, Körperkraft und künstlerischer Erfahrung verbunden. Der Kasten mit hölzernen, befilzten Spielfingern wird vor ein Klavier geschoben und justiert. Dann muss die ganze Zeit getreten werden: einerseits zum Abrollen des gelochten Papierstreifens und andererseits zum Bedienen der vielen großen und kleinen Saugbälge. Durch „gefühlvolles Treten“, aber auch das Bedienen der Knöpfe und Schieberegler für Pedal und Dynamik lässt sich das Klavierspiel stark beeinflussen und individuell gestalten.

Es erklingen Notenrollen des Museums auf einer historischen Phonola (88 Tasten, Privatbesitz Wolfgang Heisig) vor einem Konzertflügel der Julius Blüthner Pianofortefabrik GmbH (Modell 1 von 2016), gespielt von Wolfgang Heisig.

Wolfgang Heisig an seiner Phonola
Wolfgang Heisig an seiner Phonola