Das Museum

Heinrich Schütz: Weihnachtshistorie

Adventskonzert der Capella Fidicinia

Ort
GRASSI Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig, Konzertsaal

Termine
07.12.2012 20:00 Uhr - 22:00 Uhr

Veranstaltungsart
Konzert

Die CAPELLA FIDICINIA LEIPZIG, die „Capella der Instrumentisten, speziell der Saiteninstrumentenspieler“, ist ein Spezialensemble für die Aufführung älterer Musik, besonders der Musik des Mittelalters und der Renaissance und des 16. bis 18. Jahrhunderts, das seit 1957 besteht und damit als Vorreiter für die historische Aufführungspraxis in der damaligen DDR anzusehen ist. Gegründet vom Musikwissenschaftler Hans Grüß (1929- 2001) am Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig wird es seit dessen Tod von seinem Schüler Martin Krumbiegel geleitet. Grundsatz der künstlerischen Arbeit des Ensembles ist, dass sämtliche Charakteristika originaler Aufführungspraxis soweit als irgend möglich beachtet werden. Das historisch werkgerechte Instrumentarium der CAPELLA FIDICINIA LEIPZIG besteht teils aus Originalinstrumenten, teils aus nach historischem Vorbild gefertigten Instrumenten, um den ursprünglichen Intentionen des jeweiligen Komponisten so genau wie möglich zu entsprechen.

Die „Historia der freuden- und gnadenreichen Geburt Gottes und Marien Sohnes Jesu Christi“ erklang erstmals Weihnachten 1660 in der Christvesper der Dresdner Schlosskapelle. Textgrundlage bilden die Evangelienberichte bei Lukas und Matthäus über die Geburt und die frühe Kindheit Jesu. Die Szenen der Weihnachtsgeschichte werden von Schütz in den Rezitativen des Evangelisten mit großer Natürlichkeit und Lebendigkeit erzählt. Dem gegenüber stehen Intermedien, in denen sich Vokal- und Instrumentalstimmen äußerst kunstfertig entfalten. Der Hörer erlebt verschiedene Szenen: Vom Kindelwiegen über jubilierende Engelchöre und fröhliche Hirtenweisen bis hin zu den Koloraturen des heuchelnden Herodes, die Schütz tonmalerisch aneinanderreiht.

Eingerahmt wird die Weihnachtshistorie von verschiedenen Kompositionen zur Weihnacht von der Gregorianik bius hin zu Zeitgenossen von Heinrich Schütz.

Eintritt: 14,00 Euro, erm. 10,00 Euro