Das Museum

Kinoorgel live: Vom „Grand Café“ zu „Griffith“

Kurzfilmsammlung mit Live-Begleitung auf der historischen Kinoorgel des Grassimuseums.

Ort
GRASSI Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig, Kinosaal

Termine
08.11.2014 16:00 Uhr - 17:30 Uhr

Veranstaltungsart
Kinoorgel

Kurzfilmsammlung, mit Einführungen von Veit Heller und Claudia Cornelius, an der Welte-Orgel: Daniel Beilschmidt
Gezeigt werden die wichtigsten Kurzfilme der Stummfilmzeit von Rolle, das heißt im Zelluloid-16-mm-Filmmaterial. Dem Stummfilmprogramm gehen Einführungen durch den Musikwissenschaftler Veit Heller und die Filmwissenschaftlerin Claudia Cornelius voraus. Auf der einzigen in Mitteldeutschland noch erhaltenen Welteorgel begleitet der Organist Daniel Beilschmidt das Programm.

Vom „Grand Café“ zu „Griffith“ bietet eine filmische Reise zu den Ursprüngen des Kinos, ja sogar in die Wiege der Kinematographie. Die in diesem Programm vorgeführten Filme der Brüder Lumière waren bereits Bestandteil der allerersten öffentlichen Kinovorführung, welche am 28.12.1895 im Pariser Grand Café stattfand. So werden neben dem Klassiker des frühen Films „Die Ankunft des Zuges im Bahnhof von La Ciotat“ die Kurzfilme „Der begossene Rasensprenger“, „Arbeiter verlassen die Fabrik Lumière“ und „Babys Frühstück“ von Auguste und Louis Lumière gezeigt.

Ebenfalls zu sehen sind Georges Méliès’ „Die Reise zum Mond“ und Edwin S. Porters „Onkel Josh im Kino“, beide Kurzfilme stammen aus dem Jahr 1902. Zudem kann man die erste überlieferte Großaufnahme, nämlich „Der Kuss“ (Thomas A. Edison, 1896) sowie den ersten Western der Filmgeschichte „Der große Eisenbahnraub“ (Edwin S, Porter, 1903) sehen.

Das Programm vollzieht den Bogen von den ersten kurzen Filmschnipseln, welche dokumentarischen Charakter hatten, zu den Filmen von David W. Griffith, etwa „Die einsame Villa“ aus dem Jahr 1909, dem man bereits ein narratives Potential zusprechen kann. Der Aufbau des Stummfilmprogramms folgt zudem der Chronologie früher Filmprogramme, wie sie in den 1910er Jahren weltweit üblich waren, indem Erklärer den Filminhalt vermitteln, Kurzfilme musikalisch begleitet werden und die anwesenden Damen zu Beginn der Vorstellung per Dia darauf hingewiesen werden, dass sie zur Kinovorstellung ihre Hüte abzunehmen haben. Also sehr verehrte Damen und Herren, Hut und Zylinder aufgesetzt und herzlich willkommen zu einer Reise in das Kino der Frühzeit des Films.

Eintritt: 10,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro, für Gruppen ab 8 Personen 6,00 Euro p.P.

Veranstaltung in Kooperation mit Cinémathèque Leipzig e.V.

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