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Pyramidenflügel

Pyramidenflügelzoom

Caspar Schlimbach
Königshofen bei Würzburg
um 1825
Inv.-Nr. 192
Sammlung Paul de WitLinke Figur - Detail

Ein Hammerflügel mit aufrecht stehenden Saiten nahm innerhalb eines Musik- oder Wohnzimmers nur wenig Platz in Anspruch und sah zugleich repräsentativ aus. Man baute solche Instrumente in Pyramiden-, Giraffen- oder Lyraform und schmückte sie zusätzlich mit großen Blumenvasen und Gefäßen. Am Fuß dieses süddeutschen Pyramidenflügels befinden sich neben den üblichen beiden weitere vier Pedale, die für das Hervorbringen bestimmter Klangfarben verantwortlich sind. Mit Hilfe des rechten Pedals kann man ein Schlagzeug betätigen. Dies besteht aus einer im Inneren angebrachten Trommel sowie aus Becken und Schellenbaum in den beweglichen Armen der Mohren. Türkische Märsche oder bestimmte Salonstücke können mit diesem sogenannten Janitscharenzug spritzig und stark akzentuiert dargeboten werden.

 
 
 
 

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