Geissler, Bruno
Firmenname:
1906-09 Bruno Geißler                                                                       
Adressen:
1908 Elisenstr. 42 (ZfI 28/1908, S.689)
Verzeichnet im Leipziger Adressbuch:
nicht verzeichnet

Nur eine kurze Lebensdauer war dem Unternehmen von Geißler beschieden. Das aus Berlin bekannte Produkt, die so genannte Mignon-Drehorgel, fertigte er in Leipzig zu einer Zeit, als solche Instrumente mit durchschlagenden Zungen schon aus der Mode gekommen waren.  In einem Nachruf berichtete man, dass er mit seinem Geschäft kein Glück gehabt hätte „weil die  aufkommende Sprechmaschine den Zungendrehwerken den Untergang bereitete. ... Trotz Fleiß und unermüdlicher Arbeit konnte er den Zusammenbruch seines Geschäfts nicht aufhalten.“ (ZfI 34/1914, S.1037).

Firma in Daten:
  • 1906 ca. Gründung: Geißler „...hatte vor etwa acht Jahren die Fabrikation der Mignon-Drehorgeln, die vordem von W. Helbig & co. in Berlin betrieben worden war, in Leipzig wieder aufgenommen“ (ZfI 34/1914, S.1037).
  • 1908 Konkurs angemeldet (ZfI 28/1908, S.689)
  • 1909 Holzweißig, Ernst kauft das gesamte Notenlager der Mignon-Orgeln aus dem Konkurs (ZfI 29/1909, S.783).
Personalien:
Gei▀ler, Bruno

(† 1915 Leipzig mit 54 Jahren) war Inhaber dieser Firma. Geißler arbeitete nach dem Konkurs als Buchhalter bei den „Dermatoid-Werken Paul Meißner“, einer Grammophon-Fabrik in Leipzig, und war nebenbei Geschäftsführer und Kassenwart bei der „Musikalischen Gesellschaft“ sowie beim Riedelschen Gesangsverein (ZfI 34/1914, S.1037).