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Die Hersteller von selbst spielenden Musikinstrumenten aus Leipzig von 1876 bis 1930
Schueller, Felix
Firmenname:
1907-1909 Blohut, Meißner & co.                                                                             
1909-1914 Meißner & Schüller
1914-1928 Felix Schüller

1928-1930

Felix Schüller AG
Adressen:
1908-1913      Moltkestr. 80
1914-1923      Bitterfelder Str. 1
1923-1927      Dresden-Cotta
1927                König-Johann-Str. 4 (ZfI 48/1928 S.337)
1928-1933      Sedanstr. 22 (ZfI 48/1928 S.1013 und LAB)
Verzeichnet im Leipziger Adressbuch:
1908-13

Diese Firma war eines der bedeutendsten Unternehmen in Leipzig für die Herstellung von qualitätvollen Künstler-Notenrollen. Warum man die Fabrikation von 1923-27 nach Dresden-Cotta verlegte, ist nicht überliefert. Nach der Wiederkehr stellte man hier Notenrollen bis um 1930, also bis zum Ende der weltweiten Nachfrage nach pneumatischen Klavieren her.

1913 ließ man das Kürzel „S M“ mit Krone als Warenzeichen eintragen. Kurz danach wurde die Löschung beantragt, da die Buchstaben zu sehr an die Abkürzung von „Seine Majestät“ erinnern würden. Die Löschung wurde vom kaiserlichen Patentamt am 9.7.1913 abgelehnt, weil es sehr viele Produkte gäbe, die mit dem Namen oder Titel des Kaisers in Verbindung stünden, ohne dass daran jemand Anstoß nähme. Auch hinsichtlich der anderen beiden Warenzeichen, SM Standard und SM Record, gab es Probleme bei der Zulassung, da andere Firmen ähnliche Kürzel verwendeten. Schüller setzte sich jedoch durch (Briefe im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig unter „Leipziger Pianofortefabrik Hupfeld-Gebr. Zimmermann“ Nr. 034).

Firma in Daten:
  • 1907 Gründung (de Wit 1912)
  • 1908 erste Erwähnung im LAB
  • 1909 Josef Blohut ausgeschieden zur Gründung einer eigenen Firma (→Blohut, Josef). Eduard August Hugo Meißner und Albert Felix Schüller führen das Geschäft fort unter “Meißner & Schüller” (ZfI 30/1909, S.175)
  • 1912 als Inhaber nur Felix Schüller angegeben (de Wit 1912)
  • 1914 Umzug nach Bitterfelder Straße 1, neuer Firmenname „Felix Schüller (Hocker S. 43)
  • 1918: in einem Messebericht führt die Firma den Namen „Felix Schüller“ (ZfI 38/1918 S.143)
  • 1923 Verlegung des Unternehmens nach Dresden-Cotta (ZfI 43/1923 S.1201)
  • 1927 Verlegung des Unternehmens wieder nach Leipzig, König-Johann-Str. 4, am 15.12.1927; Prokura für Johannes Tischner (ZfI 48/1928 S.337)
  • 1928 Verlegung nach Sedanstr. 22 (ZfI 48/1928 S.1013). Der Name lautet jetzt „Felix Schüller AG“ (Inserat ZfI 48/1928 S. 804)
  • 1932 Gesellschaft ist aufgelöst (ZfI 52/1932 S.388)

                                    

                                                                    Bild: Inserat aus ZfI 28/1908 S. 930

Personalien:
Schüller, Felix

wohnte von 1914-23 in Leipzig Bitterfelder Str.1, auf dem Grundstück seiner Firma. Nach dem Umzug des Unternehmens nach Dresden 1923 ist er nicht mehr mit einer Privatadresse im Leipziger Adressbuch angeführt. Möglicherweise blieb er auch nach dem Rückzug der Firma 1927 nach Leipzig mit seinem Wohnsitz in Dresden und leitete von dort aus die Geschäfte.

Literatur:
  • Hocker, Jürgen, Notenrollen, in: Das Mechanische Musikinstrument  43/1987 S. 36-46.
  • Mappe mit diversem Schriftverkehr und Warenzeichen/Gebrauchsmuster im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig unter „Leipziger Pianofortefabrik Hupfeld-Gebr. Zimmermann“ Nr. 034.
Warenzeichen:
  • SM (mit Bild Krone) Nr. 17105 vom 14.2.1913, Aktenzeichen M 20301

 

  • SM Standard, Nr. 351961, Sch 33458, ab 8.5.1926
  • SM Record Nr. 351962  Sch 33459 vom 8.5. 1926
Patente und Gebrauchsmuster:

Patent (für Stephan Schüller, Elsterstr. 16)

  • 379060 Sch. 64681 Vorrichtung zum Aufzeichnen gespielter Musikstücke. 19.4.1922 (ZfI 43/1923 S.1197). Auszug aus der Patenschrift: „Vorrichtung zum Aufzeichnen gespielter Musikstücke auf eine waagerecht fortlaufende Lineatur, auf welcher auch der Takt durch senkrechte Linien abgedruckt wird, und bei der von jeder Taste eine Verbindungsleitung in einen Kasten geführt ist, in welchem die Leitung auf Stäbe einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (8,13) ein sich an einem Farbpolster (15,17) einfärbendes Rad (11,14) tragen und beim Anschlagen einer Taste unmittelbar das Rad zum Abdruck des Tones auf eine Papierschleife senken, wobei gleichzeitig der Takt durch Striche und das Tempo durch Zahlen abgedruckt wird“.

Gebrauchsmuster (für die Firma)

  • 428211 M. 34804 In ihrer Länge veränderliche Notenband-Rolle für Klavierspiel-Apparate o. dgl. 16.6.1910 (ZfI 30/1910, S.1117)

Gebrauchsmuster (Für Felix Schüller, Leipzig, Bitterfelder Str. 1)

  • 615633 Sch. 53634 Mitnehmer für Notenrollen. 4.7.1914. (ZfI 35/1904 S.11)
  • 723409 Sch. 64512 Spulenscheibe für Notenspindeln. 21.10.1919. (ZfI 40/1919 S.209)
  • 779883 Sch. 70691 Notenrolle. 21.5.1921. (ZfI 41/1921 S.1061)