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Clavichord

Clavichordzoom

Italien
um 1540
Inv.-Nr. 2
Sammlung Alessandro Kraus

Der Ton eines Clavichordes ist besonders zart und leise. Beim Spielen werden Tangenten aus Eisen- oder Messingblech von unten gegen die Saiten gedrückt und verbleiben solange an der Saite, bis man die Taste freigibt. Clavichorde dienten vornehmlich als Hausmusik- und Übungsinstrumente, "denn was du uff dem clavichordio lernest, das hast du dann gut und leicht spilen zu lernen uff der Orgeln, uff dem Clavizymell, uff dem virginale unnd uff allen anderen clavierten instrumenten", schrieb Sebastian Virdung im Jahre 1511. Originale Clavichorde aus der Zeit von und vor Virdung sind allerdings nicht erhalten. Den Aufbau frühester Instrumente kennt man nur aus Zeichnungen und Abbildungen. Dieses Clavichord, das in seiner Konstruktion jenen historischen Darstellungen entspricht, ist eines der ältesten überhaupt und gewährt wichtige Einblicke in die Frühgeschichte dieser Instrumentenart.

 
 
 
 

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