
Das Doppelvirginal von Andreas Ruckers (Antwerpen 1644) im Musikinstrumentenmuseum Leipzig.
Geschichte – Restaurierung – Musik mit moderiertem Abschlusskonzert
Der Instrumentenbauer Andreas Ruckers d. J. (1607 - 1667) entstammte einer bekannten flämischen Cembalobauerfamilie und hatte in Antwerpen seine eigene Werkstatt. Die Instrumente der Ruckers gehörten zu den Spitzenprodukten des Tasteninstrumentenbaus der flämischen Schule. Etwa 130 Instrumente mit herausragendem Klang aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind erhalten geblieben. Dazu gehören Spinette, Virginale, Muselaars sowie ein- und zweimanualige Cembali. Beim Doppelvirginal (Inv.Nr. 1093) handelt es sich um ein sogenanntes Mutter-Kind Instrument. Ein kleines Instrument kann "im Bauch" der Mutter aufbewahrt und transportiert werden. Beide Instrumente können einzeln gespielt oder das Kindinstrument kann auf das Mutterinstrument aufgesetzt und von einem Spieler gleichzeitig oder im Wechsel gespielt werden.
Das Doppelvirginal des Musikinstrumentenmuseums ist aufgrund zahlreicher Schäden und Veränderungen nicht mehr spielbar. Sein aufwändig gestaltetes Äußeres wurde jedoch in den letzten Jahren im Rahmen der Restauratoren-Hochschulausbildung fachgerecht restauriert.
Programm:
jeweils 10:30 und 14:00 Uhr:
mit Restaurator Markus Brosig, Kustos Dr. Veit Heller, Prof. Alexander von Heißen (Hochschule für Musik und Theater Leipzig, Fachrichtung Alte Musik) und Diez Eichler (Dr. Hochs's Konservatorium, Frankfurt/Main)
Parallel dazu findet ein Workshop am Doppelvirginal mit Prof. Alexander von Heißen und Schülern seiner Cembaloklasse statt.
17:00 Uhr: Abschlusskonzert: Wort & Musik Gespräch und Moderation
Informationen zum Objekt in der Sammlungsdatenbank der Uni Leipzig
Fotos: Herre & Wenzel / MIMUL














