Das Museum

Konzert für die linke Hand

Klaviermusik nach dem Ersten Weltkrieg

Ort
GRASSI Museum für Musikinstrumente, Zimeliensaal

Termine
27.01.2015 19:30 Uhr - 21:00 Uhr

Veranstaltungsart
Konzert

 „Dauernd stolpert man, stolpert und fällt, und man kann sich nur selbst aufheben und versuchen, wieder weiterzugehen.“
- Ludwig Wittgenstein, Philosoph und Bruder des Pianisten Paul Wittgenstein

Oft wird heute ohne nachzudenken gesagt: „Das mach’ ich doch mit links“ – nach dem Ersten Weltkrieg jedoch war dies für viele Männer die bittere Realität.
Paul Wittgenstein (1887 – 1961) gehörte einer Generation an der Front eingesetzter Musiker an, die aufgrund zu früh zündender Granaten und des daraus resultierenden Verlusts der rechten Hand ihren Beruf nicht mehr bzw. lediglich unter erheblich erschwerten Bedingungen ausüben konnten.
Ein Gesprächskonzert im Museum für Musikinstrumente soll neben der Vermittlung des tragischen Aspekts auch die schöpferische Katharsis dieser beruflichen Neudispositionen offenlegen. Wittgensteins später veröffentlichte Klavierschule für die linke Hand hat nämlich einige leider in Vergessenheit geratene Kompositionen hervorgebracht. Daneben komponierten auch einige seiner Zeitgenossen Klavierwerke für die linke Hand.
Im Gedenken an den Kriegsausbruch vor etwas mehr als 100 Jahren erklingt am 27. Januar Klaviermusik für die linke Hand von Brahms, Alkan und Skrjabin. Es spielen Jan Hugo, Südafrika, und Mai Higuchi, Japan, beide Studierende an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Das Konzert wird moderiert von Studierenden des Instituts für Musikwissenschaft an der Universität Leipzig.
Der Eintritt kostet 8,00 Euro, ermäßigt 6,00 Euro, für Studierende frei. Die Karten gibt es an der Abendkasse, Vorbestellungen gern unter 0341/97 30 750.

Für alle, die noch mehr zum Thema „Links und Rechts“ in der Musik erfahren möchten, stehen am
01. Februar zwischen 15:00 und 17:00 Uhr an einigen Stationen in der Ausstellung Studierende der Musikwissenschaft bereit, die auf Wunsch verschiedene Aspekte der Rechts-/ Linkshändigkeit im Instrumentenbau sowie zur Spielhaltung vermitteln und gern auch mit dem Publikum darüber ins Gespräch kommen.

Wir freuen uns auf zahlreiche Interessenten!

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